Berlin — Superlative und ein Karneval der Kulturen
Dieser Beitrag wurde am 28. Februar 2010 um 10:00 pm erstellt und befindet sich in der Städtereisen. Du kannst dieses Posting als RSS 2.0 Feed abonnieren. Am Ende der Seite kannst du einen Kommentar hinterlassen. Pings sind nicht erlaubt.
Berlin ist ohne Zweifel eine Stadt der Superlative. 3,4 Millionen Menschen leben in der einwohnerstärksten Stadt der Bundesrepublik. Mit ihren zahlreichen historischen Bauten, Museen, Events und ihrem legendären Nachtleben ist sie magischer Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Nach der Wiedervereinigung wurde sie dann auch Hauptstadt und Regierungssitz von Deutschland.
Wenn man durch Berlin schlendert – und Sie sollten sich viel Zeit dafür nehmen – kommt man nicht am Gendarmenmarkt vorbei, der sicherlich einer der attraktivsten Plätze von Berlin ist. Zu sehen sind hier gleich drei Monumentalbauten: der Französische Dom, das Konzerthaus, das früher das Schauspielhaus war, und der Deutsche Dom, der von 1702 bis 1708 erbaut wurde. Heute finden in diesem Gebäude Ausstellungen statt. In Berlin ist Geschichte lebendig – auch die sehr leidvolle Nazi-Vergangenheit. Im Gedenken an die ermordeten Juden Europas wurden daher in der Nähe des Brandenburger Tors auf ca. 19.000 m² 2.711 Stelen aufgebaut. Der New Yorker Architekt Peter Eisenman lieferte den Entwurf. 2005 wurde dieses Mahnmal in einem feierlichen Akt der Öffentlichkeit präsentiert.Â
Ein Besuch im Zoo
Eine weitere Attraktion ist der Berliner Zoo, der 1844 von Alexander v. Humboldt und Martin Lichtenstein als erster Zoo Deutschlands gegründet wurde. Die Berliner sind für ihre Tierliebe bekannt, und so wird ihr Zoo nicht nur von Touristen, sondern auch von den Einheimischen gut besucht. 1400 Arten mit ca. 14000 Tieren findet man hier auf dem 34 Hektar grossen Gelände. Damit ist er im Vergleich der grösste Zoo der Welt, was die bunte Vielfalt an Arten betrifft. Sie finden ihn nahe der Gedächtniskirche und des Bahnhofs Berliner Zoo in der City-West.Â
Feste feiern, wie sie fallen
Denkt man an Feste in Berlin, fällt einem vielleicht als Highlight das grösste seiner Strassenfeste ein: der Karneval der Kulturen. Wo anders als in Berlin, könnte er wohl stattfinden: in einer Stadt, die derart multikulturell ist. Deshalb wirbt auch dieses Fest für Toleranz und einen freundschaftlichen Umgang mit den vielen Kulturen, deren Bräuchen und Sitten. Einmal im Jahr verwandelt sich Kreuzberg in eine bunte Hexenküche mit Buden und Ständen, die mit fremdländischen Gerichten Ihren Gaumen verwöhnen. Auch Handwerkskunst aus fremden Ländern wird dargeboten. Beim Umzug kann man bis zu 4.000 Musiker und Tänzer sehen, die auf den Wagen oder davor ihre Künste zeigen. Bis zu einer Million Menschen verfolgen jedes Jahr dieses Spektakel – der Eintritt ist kostenlos.Â
Köstlichkeiten
Als Hauptstadt von Deutschland bietet Berlin natürlich eine immense Vielzahl an Restaurants, die internationale Küche von höchstem Rang bieten. Vorstellen möchten wir hier aber die typischen Speisen Berlins wie zum Beispiel die berühmten Berliner Bouletten, die gebratene Kalbsleber, Teltower Rübchen und Leinöl und Quark. Zugegeben, es sind einfache Gerichte, aber so ist Berlin und der Berliner eben: geradlinig und komplikationslos.Â
Flughafen
Die Anreise nach Berlin ist denkbar einfach. Im Grossraum von Berlin, ca. acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, liegt der Flughafen Berlin-Tegel. Dieser wird international und national von vielen Fluggesellschaften angeflogen. Er ist, was die Passagierzahlen angeht, der viertgrösste Deutschlands. Busse befördern die Fluggäste aus der Innenstadt direkt zum Flughafen. Im Jahre 2011, bzw. ein halbes Jahr später, soll er allerdings geschlossen werden, wenn der neue Flughafen Berlin Brandenburg International fertig gestellt ist.