Freiburg die Solarstadt

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1 Nov 2010

Dieser Beitrag wurde am 1. November 2010 um 3:47 pm erstellt und befindet sich in der Städtereisen. Du kannst dieses Posting als RSS 2.0 Feed abonnieren. Am Ende der Seite kannst du einen Kommentar hinterlassen. Pings sind nicht erlaubt.

Freiburg hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, denn die Stadt im Südschwarzwald will bis 2030 alle klimaschädlichen Emissionen um 40 Prozent senken. Es gibt gute Gründe, warum Freiburg die umweltfreundlichste Stadt Deutschlands ist. Gerade ihrem Ruf als Solarstadt wird Freiburg gerecht und hat sich hier beispielhaft entwickelt. Freiburg hat nicht nur extrem viele Sonnenstunden, sondern nach wie vor das Image „grüner“ Lebensqualität. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts sollte am Kaiserstuhl, vor den Toren Freiburgs, ein Kernkraftwerk entstehen. Die umweltbewussten Bürger haben es durch ihren massiven Widerstand verhindern können.

In Freiburg sind die Pioniere der Solartechnik zu Hause. Auf ihrer Gemarkung hat die Stadt alle Dachflächen mit Hilfe von Aufnahmen, die beim Überfliegen gemacht wurden, auf ihre Eignung zur Nutzung von Solarenergie untersuchen lassen. Wer möchte, kann sich via Internet kostenlos ein Bild über die Eignung seines Hausdaches informieren. Ob Solarpanel oder Solarmodule: Schon seit mehr als 30 Jahren schreibt die sonnenreiche Stadt Freiburg Erfolgsgeschichte in der Solartechnik. Denn 1.800 Sonnenstunden im Jahr liefern nicht nur südländisches Flair, sie bietet auch optimale Voraussetzungen zur Nutzung von Sonnenenergie.

Architekt, Rolf Disch, Spezialist für Bauen mit Solartechnik, hat mehrere Häuser gebaut, die in ihrer Energiebilanz beeindruckend sind: Eine durchschnittliche Familie braucht in einem solchen Haus für Heizung und Warmwasser weniger als 4000 Kilowattstunden im Jahr, das entspricht dem Heizwert von nur 400 Litern Öl. Wie das geht? Mit der richtigen Wärmedämmung. Denn selbst im Januar bei Frost braucht das Haus, auch wenn die Sonne nur kurz scheint, keine Heizung. Glasfronten fangen die Wintersonne ein, auch wenn die höher einstrahlende Sommersonne nicht hinein scheint. Dieser Haustyp erzeugt jährlich mehr Energie als die Bewohner brauchen.

Die auf dem Dach installierte Solarstromanlage speist im Jahr fast 9000 Kilowattstunden Strom ins Netz. So entsteht ein Energieüberschuss von 2000 Kilowattstunden. Der finanzielle Anreiz ist ebenfalls groß: Monatliche Ausgaben von 100 Euro für Strom und Heizung brauchen mit Einnahmen von fast 400 Euro aus der Solaranlage nicht konkurrieren. 47 solcher Plusenergiehäuser hat Disch in Freiburg bereits umgesetzt, Penthäuser und zum Teil Reihenhäuser. Auch das Solar Info Center Freiburg (SIC) ist ein hochmoderner Service der Stadt Freiburg, der sich an alle richtet, die sich über erneuerbare Energien und speziell Solarenergie informieren wollen. Es bietet Beratungswochen, Einzelberatungen, Besichtigungen und Informationsveranstaltungen, auch in Verbindung mit dem Freiburger Umweltschutzamt, an – und das nicht selten kostenlos. Sogar Rechtsberatung ist hier möglich.

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