Mumbai – Stadt der Superlative
Dieser Beitrag wurde am 8. November 2010 um 1:41 pm erstellt und befindet sich in der Städtereisen. Du kannst dieses Posting als RSS 2.0 Feed abonnieren. Am Ende der Seite kannst du einen Kommentar hinterlassen. Pings sind nicht erlaubt.
Auch bekannt als Bombay, was ursprünglich „gute Bucht“ heißt und auf die portugiesische Kolonialzeit zurück geht, ist eine der bevölkerungsreichsten Städte der Erde. 13,9 Millionen Menschen leben hier. Darunter viele Zuwanderer aus Indien und anderen Staaten. Daher ist Mumbai, wie die Stadt seit 1996 heißt, eine Mischung der verschiedensten Ethnien und Kulturen. Angezogen werden all diese Menschen durch den Status Mumbais als indisches Wirtschaftzentrum und wohlhabendster Stadt des Subkontinents. Die Bevölkerungsdichte erreicht das zehnfache derjenigen Berlins. 55% der Einwohner Mumbais leben in Slums. Der bekannteste, Dharavi, liegt mitten in der Stadt und ist der größte Slum Asiens. Hier ist die auch weltweit die größte Filmfabrik. Der Chhatrapati Shivaji Terminus ist einer der meist benutzten Bahnhöfe der Welt.
Mumbai ist eine vielfältige und aufregende Stadt. Selbst wenn man als Besucher wahrscheinlich in kurzer Zeit nicht lernt, dazwischen zu unterscheiden, kann man neben der Sprache Maharati des Bundesstaates Maharaschtra, Hindi, Gujarati, Urdu und viele andere Dialekte hören. Englisch wird auch verstanden und gesprochen, allerdings auf eine typisch indische Weise, die anfangs etwas Gewöhnung bedarf. Genauso bunt geht es bei den Konfessionen zu. Neben Hindus leben hier Moslems, Juden, Parsen, Sikhs, Jains, Buddhisten und Christen. Mumbai hat von jeher eine wichtige Parsengemeinde, wenn diese auch prozentual kaum ins Gewicht fällt. Die Esskultur zu entdecken ist auf jeden Fall Teil des Besuchs. Es gibt klassisches Fingerfood, Pakoda zum Beispiel oder köstliche Samosas, aber die Bezeichnung ist eigentlich überflüssig, da alles mit den Fingern gegessen wird, auch Reisgerichte.
Colaba, auf der südlichen Halbinsel gelegen, ist das Viertel, in dem traditionell die Touristen wohnen. Es ist nicht weit entfernt vom Gateway of India, einem wichtigen Monument der Briten. Diesem Viertel wie überhaupt der Stadt, hat Gregory David Roberts in seinem Roman „Shantaram“ ein Denkmal gesetzt, das sich zur Einstimmung für eine Reise zu lesen lohnt. Sehenswert ist auch Elephanta Island, die man mit dem Boot vom Gateway of India aus erreicht und die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Mumbai ist mehr eine Stadt der Superlative als der klassischen Sehenswürdigkeiten. Wer sich auf sie einlässt, wird sie lieben.